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Die Notfalldose: Eine „coole Dose“, die Leben retten kann

Viele Menschen bewahren wichtige Gesundheits-informationen zu Hause im Schreibtisch oder in versteckten Akten-ordnern auf. Schließlich will man ja, wenn es darauf ankommt, diese Informationen griffbereit und möglichst geordnet zur Verfügung haben.

v.l.: Jürgen Uhlmann (Seniorenbeirat Stadt Herne), Dr. Martin Krause (DRK), Dr. Robert Sibbel (Ruhr-Apotheke), Magdalene Sonnenschein (LSV NRW); Quelle: Krause/DRK

Bild der Dose mit Formular und Aufklebern (Quelle: www.notfalldose.de, Nico Volbert)

Doch was passiert, wenn man durch einen Notfall selber nicht mehr in der Lage ist Auskunft zu geben? Meistens haben Rettungsdienstmitarbeiter, herbeigerufene Ärzte oder aber auch die Polizei keine Möglichkeit schnell an die notwendigen Informationen (z.B. über Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahmen, Patientenverfügungen, Blutgruppendaten etc.) zu gelangen; eine effiziente weiterführende Behandlung wird dadurch erschwert. Die einfache Lösung dieses Problems ist die sog. Notfalldose. Diese kleine handliche Dose enthält ein Formular mit allen wichtigen Patientendaten und soll dort aufbewahrt werden, wo Rettungsdienste sie leicht finden: In der KÜHLSCHRANKTÜR. In der Dose befinden sich außerdem zwei Aufkleber. Einer gehört auf die Innenseite der Wohnungstür, der andere außen auf die Kühlschranktür. Beide Aufkleber weisen darauf hin, dass eine Notfalldose im Kühlschrank vorhanden ist.

Die Landesseniorenvertretung NRW (LSV NRW), der Seniorenbeirat der Stadt Herne und das Deutsche Rote Kreuz Herne/Wanne-Eickel wollen jetzt zur Verbreitung der Notfalldose beitragen. Tatkräftig unterstützt werden sie dabei durch den Apotheker Dr. Robert Sibbel aus Wanne-Eickel. „Die Notfalldose ist eine ideale Ergänzung zum Hausnotrufgerät. Gerade Personen, die alleine leben sichern sich durch eine Notfalldose für den Ernstfall ab“, so Dr. Martin Krause, Kreisgeschäftsführer des hiesigen DRKs. Die Idee ist so einfach wie genial findet Magdalene Sonnenschein, Vorstandsmitglied der LSV NRW: “Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Bekanntheit der Notfalldose möglichst in ganz Nordrhein-Westfalen zu erhöhen. Einen Kühlschrank gibt es in jedem Haushalt, das macht die Umsetzung so einfach. Die ersten Rückmeldungen zur Dose aus den Kommunen in NRW sind durchweg positiv.“ Einen Mitstreiter hat sie dabei in Jürgen Uhlmann, Vertreter der Verkehrswacht im kommunalen Seniorenbeirat gefunden. Zusammen mit dem DRK hat die Verkehrswacht Wanne-Eickel beim Seniorennachmittag auf der Cranger Kirmes die ersten 600 Notfalldosen verteilt. Uhlmann unterstreicht dabei die Wichtigkeit, die Feuerwehr als Träger des kommunalen Rettungsdienstes aber auch die Polizei und niedergelassene Ärzte mit an Bord zu nehmen. „Nur wenn alle über Sinn und Zweck der Notfalldose informiert sind, kann es funktionieren“, so Uhlmann.

Auch Apotheken sind kompetente Ansprechpartner, wenn es um gesundheitliche Fragestellungen geht. „Ich war von der Idee sofort überzeugt und bin daher auch gerne bereit das Projekt zu unterstützen. Unsere Kunden haben großes Interesse an der Dose.“, so Dr. Robert Sibbel, Inhaber der Ruhr-Apotheke und der Paracelsus Apotheke in Wanne-Mitte. In beiden Apotheken kann die Notfalldose zum Selbstkostenpreis erworben werden. Weitere Verkaufsstellen sind die Geschäftsstellen des DRK in der Harkortstraße und am Berliner Platz und der DRK Kleiderladen „Lieblingsstücke“ am Buschmannshof. Kunden des häuslichen Pflegedienstes des DRK können ebenfalls kostengünstig eine Dose erwerben. Der Preis beträgt 2,-- € pro Notfalldose.

Weitere Informationen sind erhältlich unter info@drk-herne.de oder 02325 969 500 (DRK). Der Hersteller der Dosen hat eine sehr gute Informationsplattform unter www.notfalldose.de geschaltet.

30. August 2018 13:47 Uhr. Alter: 41 Tage